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Migräne – Symptome und Therapie

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Fast alle leiden irgendwann einmal im Leben unter Kopfschmerzen. Jedoch lassen bei vielen Menschen die Beschwerden nach einer kurzen Zeit nach. Häufig braucht man hierzu noch nicht mal Arzneimittel einnehmen. Bei der Migräne ist es anders. Wenn an unter dieser Erkrankung leidet, ist man den Schmerzen meistens ausgeliefert. Zudem hat Migräne besonders unangenehme Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder extreme Geräusch- und Lichtempfindlichkeit. In Deutschland leiden einige Millionen Menschen unter der Erkrankung, welche man lindern, allerdings bis jetzt keineswegs heilbar ist.

Eine Krankheit, zahlreiche Auslöser

Trotz sämtlicher Forschungen ist bislang ungeklärt, was exakt die Attacken hervorruft. Es ist relativ sicher, dass dabei bei gewissen Formen der Erkrankung die Erbanlagen eine Rolle spielen. Zudem scheint es sicher zu sein, dass Betroffene bestimmte Reize einfach anders verarbeiten im Gegensatz zu gesunden Menschen. Akuter Stress löst Migräne aus. Doch keineswegs lediglich diese Ursache kann zu den Beschwerden führen. Häufig bahnen sich ebenso Anfälle an, wenn die entsprechende Anspannung nachlässt, beispielsweise nach einem arbeitsreichen Zeitabschnitt. Selbst veränderte Ess- oder Schlafgewohnheiten, Witterungseinflüsse oder Zeitverschiebungen gelten als Aspekte, auf welche Migränekranke reagieren. Zudem können gewisse Lebensmittel eine Attacke mit verursachen. Manche Betroffene vertragen unter anderem keine Schokolade oder keinen Käse. Weitere reagieren auf Glutamat oder andere Geschmacksverstärker. Selbst Cola, Alkohol, Tee oder Kaffee können zu einem Migräneanfall führen. Außerdem ist es möglich, dass Depressionen, Ärger oder Ängste Attacken auslösen, genauso wie einige Arzneimittel. Hierzu zählen Herzpräparate und Bluthochdruckmittel.

Den Unterschied macht die Aura

Man unterscheidet zwei Migräne-Formen: Migräne ohne Aura und Migräne mit Aura. Lediglich ungefähr zehn Prozent aller Betroffenen haben eine Aura. Als Aura gelten bestimmte Schmerzvorboten, welche der tatsächlichen Migräneattacke vorausgehen. Dabei geht es um neurologische Störungen. Das können Gefühlsstörungen, Sehstörungen, Schwächegefühl, Benommenheit oder halbseitige Lähmungserscheinungen sein. Diese Beschwerden halten ungefähr zwischen fünf und 60 Minuten an. Danach tritt der Schmerz auf. Oft klingen dann die Beschwerden der Aura ab. Die tatsächliche Schmerzattacke kann vier bis 72 Stunden andauern. Lediglich ganz selten kommt die Migräneaura vor, ohne dass ein starker Migränekopfschmerz folgt. Die Migräne ohne Aura tritt in 90 Prozent der Fälle auf. Hier haben die Betroffenen keinerlei klassische Vorboten für einen Anfall. Oft fangen die Kopfschmerzen schwach an. Dann werden sie immer stärker und ziehen über den Nacken langsam nach oben. Diese strahlen sodann halbseitig zu der Stirn aus. Von den Patienten wird der Kopfschmerz als drückend, bohrend, pochend oder pulsierend beschrieben. Zahlreiche von ihnen leiden hierbei ebenso unter Nackenverspannungen, wobei diese aus der Attacke folgen und keineswegs von der Halswirbelsäule herkommen.

Was bei Migräne zu tun ist

Acetylsalicyl-Säure kann bei leichten Anfällen helfen und eventuell ein Arzneimittel gegen Übelkeit. Medikamenten mit den Wirkstoffen Ergotamin oder Triptan haben sich bei starken Attacken bewährt. Diese docken im Gehirn an die Nervenenden und die Blutgefäße an. Zahlreiche Patienten machen ebenso gute Erfahrungen mit vorbeugenden Medikamenten. Etwa 80 Prozent der Betroffenen haben somit überhaupt keine oder viel weniger Migräneattacken. Zudem sind die Anfälle wesentlich schwächer und dauern keineswegs mehr so lange. Wenn der Zustand des Betroffenen sich stabilisiert hat, ist es möglich, das Medikament langsam abzusetzen, ohne dass sich die Beschwerden erneut verstärken. Eine umfangreiche ärztliche Behandlung ist die Voraussetzung für die entsprechende Einnahme. Es ist wichtig, dass der Patient auf diese Arzneimittel individuell eingestellt wird. Damit den Migräneattacken vorgebeugt wird, sollte man ein geregeltes Leben führen, sich entspannen und leichten ausdauernden Sport treiben.

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